Einige Gedanken zum Thema Theodor zu Guttenbergs neuestem Fashion-Foto
Aus meinem Twitter Stream:wofür ich guttenberg ganz persönlich danke. er zeigt, dass ein blutiger krieg kein grund sein muss, schlecht gekleidet zu sein
vielleicht emuliert gutti auch nur benetton shockvertising. kulissen-vorschläge: leichen in kandahar, gitmo, neukölln... echt theo gutti sieht aus wie am times square. das erinnert mich irgendwie an die fotoserie damals mit dem roten sofa
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Marina Lima: o chamado http://bit.ly/2fNBdZ
Marisa Monte: infinito particular http://bit.ly/qaC1jEd Motta: solucao http://bit.ly/18W8mKIvan Lins: http://bit.ly/3BJMGRClaudio Zoli: flor do futuro http://bit.ly/2YaEC6Ed Motta: baixo rio http://bit.ly/4v3jPXFernanda Abreu: voce pra mim http://bit.ly/10CMuNComments [0]
Bloggi fragt sich: ist in den 20 Jahren so vieles anders geworden?
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Eine wilde politische Träumerei von Bloggi
Ich sah eben ein Video, das @helgethomas in Twitter geforwardet hatte. Niemann - "Wir sind das Volk". Das Grundgefühl, das in diesem Video ausgedrückt wird, scheint mir aus der Erfahrung und vielen Gesprächen mit Freunden hundertprozentig zutreffend.
Fast 28% Nichtwähler bei einer Bundestagswahl. Das kann man nicht mit Faulheit erklären. Auch das Wetter war am Wahltag nicht arktisch. Besser "zu verkaufen" gibt es dem Wähler auch nichts mehr. Die Politik ist Ideen- und kraftlos. Und wo sie vorgibt, reformieren zu wollen, plappert sie die Sprüche von PR-Monstern wie der arbeitgebernahen INSM nach. Aufbruch als Rolle rückwärts. Widerlich.
Die meisten, die die neue Koalition ins Amt gestimmt haben, werden dies nicht aus Überzeugung und Begeisterung getan haben, sondern mit einem Zähneknirschen und ohne so genannte demokratische Alternativen. Eine SPD, die ihrem Politikstil nach zur Putschistenorganisation verkommen ist und sich noch immer nicht aus dem Würgegriff der Hannover-Mafia befreit hat, ist keine Alternative sondern das Objekt verdienten politischen Hasses. Sie verschwendet zudem Zeit, denn ein plötzlicher Tod dieser dekadenten Organisation würde es erlauben, früher mit dem Wiederaufbau demokratischer Mehrheiten links der Mitte zu beginnen.
Bleibt die Frage, weshalb kommt es bei uns nicht zu Protesten, wie sie in der DDR die Wende eingeleitet haben?
Das mag damit zu tun haben, dass für den Fall einer umfassenden Revolution - und als solche wird man die Ereignisse des Jahres 1989 in der DDR ja wohl bezeichnen können - in der heutigen Bundesrepublik kein Exit-Szenario gibt, keinen Auskäufer, der wie seinerzeit Kohl Steuergelder in politische Macht und die Einheit umwandelt. Die beherrschende Angst ist die Furcht vor der großen Leere. Was kommt nach einer umfassenden Revolution? Dieses Problem lässt sich recht gut am Russland in der Zeit des ersten Weltkriegs betrachten. Die Revolution allein genügt nicht. Man muss auch gesichert ausschließen, dass einer mafiös herrschenden Kaste (Zarenfamilie) nach einer gewissen Zeit des Übergangs und der Reorganisation gleich die nächste folgt (die KPDSU, im Falle der Sovietunion), die mit nicht minder rabiaten Mitteln über die Macht nach Belieben verfügt.
Sicher ist: Aus der Bundesrepublik des Jahres 2009 würde eine umfassende Revolition nicht in eine nachrevolutionäre Ordnung, sondern in unbekanntes Territorium führen. Betrachtet man die Ergebnisse großer Revolutionen der Geschichte, sind die Prognosen für eine Zeit "danach" nicht allzu gut. Von nachimperialen China, über die das nachzaristische Russland, das nachkommunistische Russland, bis hin zur französischen Revolution. Sieht man Herrn Sarkozy und seine Brut, fragt man sich manchmal, weshalb die Leute sich 1789 an der Bastille die ganze Mühe so vergeblich gemacht haben.
Keine Hoffnung also, kein Happy End dieses Blogeintrags?
Sieht man sich Modelle wie die Schweiz oder einige skandinavische Länder an, kann man daraus lernen, dass ein hohes Level an politischer Partizipation wie in der Schweiz oder einigermaßen gerechter wirtschaftlicher Verhältnisse ohne das späte Gift der Reagonomics zumindest bei den Menschen für ein höheres Maß an Zufriedenheit sorgt und ein geringeres Level an Aggression - größtenteils. Was können wir in Deutschland daraus lernen? Wenig, für eine wirkliche Reform unseres politischen Systems, oder die Errichtung einer modernen, dritten demokratischen deutschen Verfassung. Vielleicht sollten wir es machen, wie internationale Unternehmen und uns einfach einmal fähige Politiker aus Skandinavien und der Schweiz ins Land holen. Als politische Entwicklungshelfer, sozusagen. Das wäre denn auch meine einzige Empfehlung für eine revolutionäre Bewegung: Sie sollte auf der zwangsweisen Emigration aller Spitzen-Parteifunktionäre, derzeitigen Bundes- und Landesparlamentarier, politischen Beamten samt ihrer Minister sowie angestellten Managern bei Unternehmen über 1 Mrd Euro Jahresumsatz und einem Vedrienst über alles von über 1 Mio Euro p.a. bestehen.
Das würde vielleicht eine halbwegs realistische Chance eröffnen, dass wir die alten Säcke nicht in neuem Leinen wieder treffen würden. Und schlimmer als unsere derzeitigen, weitgehend selbst ernannten Eliten (die geistige Beweglichkeit mit Stillstand, also Status verwechseln), könnten es auch die Nachrücker aus dem unteren und mittleren Management oder der politischen Basis nicht machen.
Bis der Kreislauf der gesellschaftlichen Verfilzung in 30 oder 40 Jahren uns wieder auf Planquadrat Null zurückführt. Aber dann tut vielen von uns kein Zahn mehr weh und die dann verantwortliche Generation kann ihre Frischellenkur einleiten.
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I owe a lot to @barbaraslavin for showing me my true self - Elmer
Gantry. Thanks, Eurobarbs! :-))
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Diese Tage sind eine Mixtur aus schlechten und guten Nachrichten.
Da ist zum Beispiel einerseits die FDP in der neuen Bundesregierung, die das solidarische Finanzierungsmodell bei der Krankenversicherung am liebsten auf eine Kopfpauschale oder gleich ganz auf eine private Versicherung umstellen will. Das ist auch gut so, denn wer würde als normaler Arbeitnehmer, oder noch besser, als kreativer Freiberufler, nicht gerne in Vorleistung gehen. Gerade bei den großen und riskanten Eingriffen lassen sich einige Tausend Euro zum Vorschuss doch leicht auftreiben. Und die Briefe, welche die von den Kliniken beauftragten Inkasso-Unternehmen anderenfalls schreiben, tragen ungemein zur Genesung bei.
Sei's drum. Wir sehen zwar, dass es in Nachbarländern wie der Schweiz mit dem Gesundheitssystem samt Pflichtversicherung offenbar so gut funktioniert, dass Pflegepersonal und auch Mediziner Reißaus aus Deutschland nehmen, wann immer sie können. Aber das ist für uns natürlich noch lange kein Grund, mit etwa 25 Jahren Verspätung nicht dieselben Fehler zu machen, mit denen die USA unter dem Stichwort Reagonomics an die Wand gefahren wurden - und deren Spätfolgen wir seit September 2008 ausbaden.
Auch bei einem angedachten GEZ Nachfolger scheint vieles darauf hinzudeuten, dass alles auf ein Kopfpauschalen-Prinzip als Zwangsabgabe hinausläuft. Motto: Geld hat man zu haben. Ich hätte kaum gedacht, dass dieses noch während meines Studiums von den Zivilrechts-Dozenten augenzwinkernd geäußerte Motto einmal zur Maxime einer deutschen Scheißegal-Politik werden würde, wo "Markt" und "Eigenverantwortung" bedeuten: Sieh' zu, wie Du selber fertig wirst. Wenn es Dir nicht gut geht, werden wir dafür sorgen, Dir das Leben durch Nadel- oder Messerstiche noch ein wenig mehr zur Hölle zu machen.
Aber es gibt auch gute Nachrichten von der Front der Habgier: Da sind die privaten Sender, die künftig für ihren Schwachsinns-Content Geld vom Zuschauer nehmen wollen. Geld, dass er kaum hat und nach der Privatinsolvenz im Gegensatz zu seriösen Instituten wie der HRE oder HSH Nordbank auch nicht mehr so leicht irgendwo für TV-Abos auftreiben wird. Ich hoffe hier auf erstaunliche Effekte. Wären da doch diejenigen, die sich ohne Ablenkung durch Toto&Harry, Frau Salesch, oder was des Grauens da noch mehr sein mag, in aller Ruhe ihres eigenen Elends bewusst werden können. Das wird nicht gleich auf ein Erweckungserlebnis oder politisch bewusstes Handeln der Betroffenen hinauslaufen. Aber es wird eine dumpfe, diffuse Unzufriedenheit nähren, die eine prima Petrischale politischer Veränderungen abgeben kann. Dumm ist dabei nur, Herr Rösler, Herr Westerwelle und Herr Brüderle, dass sich kaum sagen lässt, ob es eines Tages wieder abrupt an deutschen Wahlurnen enden wird oder ob man in den "Quartiers" der Friedrichstraße zu Berlin oder auf der Düsseldorfer Königsallee Kinderbanden nach dem Vorbild von Rio begegnen wird, die sich und ihren Familien das Nötigste mit dem Küchenmesser verschaffen.
Das Gewaltpotenzial ist ja, wir erinnern uns an Solln und Winnenden, bereits diffus vorhanden.Fehlt jetzt eigentlich nur noch die Zweckgerichtetheit (Gütererewerb). Lassen wir uns also überraschen. Die einen werden sich die Augen ein wenig mehr, die anderen etwas weniger reiben.
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